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Mai 5, 2023

Die britische Regierung schlägt Änderungen an der Steuer auf Kunststoffverpackungen vor, um das chemische Recycling zu fördern

Kunststoffverpackungen

Die britische Regierung hat ihre Absicht erklärt, eine Konsultation zur Änderung der Kunststoffverpackungssteuer (PPT) durchzuführen, um Anreize für Investitionen in das chemische Recycling zu schaffen.

Massenbilanz-Ansatz: Ein Wendepunkt für das britische Recycling?

Mit der Konsultation sollen Meinungen darüber eingeholt werden, ob ein "Massenbilanzansatz" für die Bestimmung des prozentualen Anteils an rezyklierten Kunststoffen für das PPT zugelassen werden soll. Die Regierung erklärt, dass die Konsultation im Laufe des Jahres (2023) eingeleitet werden soll.

In seiner Ankündigung erläuterte das britische Finanzministerium, dass der "Massenbilanzansatz" für PPT eine Methode zur Berechnung des rezyklierten Anteils in Verpackungen aus chemisch rezykliertem Kunststoff ist, der dann zur Erreichung des Schwellenwerts für den rezyklierten Anteil von 30% beitragen kann, bei dessen Überschreitung keine Steuer geschuldet wird.

Beim chemischen Recycling werden Kunststoffabfälle auf molekularer Ebene aufgespalten, wobei Ausgangsmaterial entsteht, das zur Herstellung von neuem Kunststoff verwendet werden kann.

Die britische Regierung behauptet, dass chemisches Recycling "einen ergänzenden Weg für Kunststoffabfälle bieten kann, die nicht mechanisch recycelt werden können, wodurch die Mengen, die in die Verbrennung oder auf die Deponie gelangen, verringert werden. Außerdem kann damit eine höhere Qualität des recycelten Kunststoffs erzielt werden.

Die Chartered Institution of Wastes Management (CIWM) begrüßte die Ankündigung der britischen Regierung, eine Konsultation zur Änderung der PPT einzuleiten, um Investitionen in das chemische Recycling zu fördern. Die CIWM hat außerdem zugesagt, nach Gesprächen mit ihren Mitgliedern eine umfassende Antwort vorzulegen.

Reaktion der Industrie auf die PPT-Konsultation

Die British Plastics Federation (BPF) reagierte auf die Ankündigung mit einer Stellungnahme: "Die BPF ist erfreut über die Ankündigung der Regierung, eine Konsultation über die Zulassung der Massenbilanz als Methode zur Berechnung des Rezyklatgehalts im Rahmen des PPT einzuleiten. Wir fordern die Regierung jedoch auf, diese Konsultation so schnell wie möglich zu veröffentlichen.

"Die Massenbilanzmethode ist die einzige Methode zur Überwachung der Lieferkette, die es der chemischen Recyclingindustrie ermöglicht, zu wachsen, was wiederum die Menge an Kunststoffen, die das Vereinigte Königreich recyceln kann, maximieren wird. Der bisherige Mangel an Klarheit hat Unternehmen davon abgehalten, im Vereinigten Königreich zu investieren, und einige haben sich nach anderen Orten umgesehen, um dort Anlagen zu bauen."

Die vorgeschlagenen Änderungen an den PPT sind Teil der umfassenderen Bemühungen der Regierung, das Problem der Kunststoffabfälle anzugehen und die Recyclingraten zu erhöhen. Chemisches Recycling ist ein zusätzlicher Weg für Kunststoffabfälle, die nicht mechanisch recycelt werden können, wodurch die Menge an Kunststoffabfällen, die deponiert oder verbrannt werden, verringert werden kann.

Darüber hinaus kann chemisches Recycling zu einer höheren Qualität des recycelten Kunststoffs führen und so zu einer nachhaltigeren und kreislauforientierten Wirtschaft beitragen. Mit dem Ansatz der Massenbilanz könnte die chemische Recyclingindustrie ein beträchtliches Wachstum erfahren und die Menge der recycelten Kunststoffabfälle in Großbritannien maximieren.

Die BPF betont, wie wichtig es ist, die Konsultation umgehend zu veröffentlichen, da das Fehlen klarer Leitlinien Unternehmen davon abgehalten hat, in den chemischen Recyclingsektor des Vereinigten Königreichs zu investieren. Durch die Freigabe der Massenbilanzmethode kann die britische Regierung ein günstiges Umfeld für das Wachstum dieser wichtigen Branche schaffen.

Investitionen in die Recycling-Infrastruktur: Schlüssel zu einer nachhaltigen Zukunft

Letztendlich sind erhebliche Investitionen in die Recycling-Infrastruktur notwendig, damit das Vereinigte Königreich seine Recycling-Raten erhöhen und sein Netto-Null-Kohlenstoff-Ziel bis 2050 erreichen kann. Die anstehende Konsultation zur Reform der Kunststoffverpackungssteuer stellt einen wichtigen Schritt zur Verwirklichung dieser Ziele dar und gewährleistet eine nachhaltigere Zukunft für das Land.

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